Wie finde ich den richtigen Partner?

Stellen Sie sich diese Frage nach mehreren Enttäuschungen auch? Die Intrige besteht darin, dass diese Fragestellung grundlegend falsch ist und nicht beantwortet werden kann…
Sie können keinen Mann oder keine Frau „finden“, die sind keine Pilze im Wald. Einziges, was Sie tun können, ist eine Beziehung aufbauen, die für Sie wohltuend und erfüllend wird.

Das ist aber ein anderes Thema, jetzt unterhalten wir uns über die Gründe, warum es unmöglich ist, einen richtigen Mann/eine richtige Frau zu finden.

Ihre Innenwelt  spielt dabei eine entscheidende Rolle. Schenken Sie nun große Aufmerksamkeit Ihrer Innenwelt (Gesamtheit der Gedanken und Gefühle; nur dem eigenen Ich zugehörender geistiger und seelischer Bereich eines Menschen: http://www.duden.de/suchen/dudenonline/Innenwelt):

-    Szenarien aus Kindheit wahrnehmen und analysieren
-    Einschränkende Glaubenssätze erkennen
-    Negative Erfahrung mit Männern verarbeiten
-    Selbstwahrnehmung ändern

Der Hauptgrund ist, dass jeder Mensch sein eigenes Szenario der Beziehungsentwicklung hat, das er in der Regel von den Eltern oder Menschen, die ihn in der Kindheit und Jugend umgeben, unbewusst übernimmt.
Dieses Szenario wahrzunehmen ist nicht das Angenehmste und Einfachste, vor allem auf eigener Regie ohne psychologische Hilfe, besonders wenn Sie sich bisher nicht tiefer mit dieser Frage beschäftigten. Bis es soweit ist, werden Sie nach diesem Szenario leben. Egal wievielte Beziehung oder Trennung Sie hinter sich haben, fragen Sie sich jedes Mal: „Warum gerate ich immer an den gleichen Männertyp?“ (Zum Beispiel Alkoholiker, Gewalttäter, Lügner, Eigenbrötler).
Parallel läuft oft noch ein Familienszenario vor sich hin. Wenn ich Wiederholung dieser Szenarien immer wieder sehe, stehen mir die Haare hoch. Es passiert häufig, dass die biografischen Übereinstimmungen über die Generationen hinweg nicht nur im Alter oder  Kinderzahl sogar in der Wahl der Berufe vorkommen. Zum Beispiel, Sie haben zum ersten Mal im Alter von 25 Jahren geheiratet, wie es Ihre Großmutter bereits tat und die weitere Entwicklung war ähnlich: mit 27 Jahren wie Oma Ihr erstes Kind bekommen, Ihr Ehemann ist auch zwei Jahre älter und hat einen kaufmännischen Beruf wie Ihr Opa…
Oder finden Sie es zufällig, wenn alle Männer väterlicherseits zwei Ehen oder Halbbrüder und Halbschwester haben? Oder alle Frauen mütterlicherseits die Männer, die 20 Jahre älter sind, heiraten? Oder… Oder? Sind das alles Zufälle?

Fazit: Wenn Sie wirklich einen Partner fürs Leben finden wollen, genauer gesagt vielmehr die gewünschte Beziehung aufbauen wollen, dann müssen Sie sofort mit der Untersuchung Ihrer Familienszenarien anfangen. Andere Wege aus dieser Situation gibt es nicht. Erst dann wird es möglich neuen Partner, neues Umfeld usw. zu bekommen, wenn Ihr Lebensszenario erforscht und umgeschrieben wird.


Und für mich bitte den Prinzen auf einem weißen Pferd, Oh nee… einem weißen Mercedes.

Dieser Grund ist nicht weniger wichtig. Die Tatsache ist, dass die Frau nach idealem Bild des Partners, was ihr die Gesellschaft, Freunde und Familie auftragen, sucht und sich nie fragt, welche Beziehung sie eigentlich haben will.
Wir alle sind verschieden, und jeder ist auf seiner Weise glücklich. Wenn eine Frau automatisch nach fremden (der Medien, Gesellschaft, Freunde oder Familie) Idealen sucht, ist die Wahrscheinlichkeit eine glückliche Beziehung aufzubauen sehr gering.
Aber es lohnt sich immer wieder zu überlegen, was für Beziehung ICH haben will.

Beispiele für ein besseres Verständnis:

-    Eine Frau will eine Muse für ihren Partner sein, will ihm helfen, seine Persönlichkeit zu entfalten, gleichzeitig macht Sie eigene Entwicklung selbständig ohne seiner Teilnahme
-    Eine Frau möchte gerne eine gleichberechtigte Partnerin in allen Dingen sein
-    Eine Frau möchte kein klassisches Familienleben, sondern einen Partner, der nur manchmal nach Hause kommt (z.B. U-Boot Offizier, Schauspieler, Fernbeziehung).

Es gibt mehrere Modelle einer Beziehung. Die Herausforderung für jede von uns besteht darin, ein eigenes zu finden, anstatt nach dem zu jagen, was die anderen mögen.
Zu verstehen, was will ICH, ist nicht einfach, vor allem unter den Trümmern von der fremden Überzeugungen und Werten.
Fazit/Frage: Denken Sie darüber nach, welches Modell der Beziehung Sie gern haben möchten.

Das Tao der Liebe.

Neben Konfuzianismus und Buddhismus ist der Taoismus eine der Drei Lehren (三,sānjiào), das durch China maßgeblich geprägt wurde.

Nach der Tradition des Tao kann man nicht heiraten, solang man sich selbst nicht gut kennt. Diese Philosophie ist Tausende von Jahren alt und sie ist immer noch lebendig.

Derzeit leben die meisten Paare aber nach einem Motto: „Ich bin bereit dir genauso viel zu geben, wieviel ich von dir bekomme“ und wenn einer von beiden weniger gibt, bricht ein Chaos aus Gefühlen, Ängsten, Enttäuschungen, Zweifeln aus. So entsteht ein Teufelskreis, wo jemand einen Partner mehr braucht als liebt um nicht einsam, allein zu sein. Der Andere wird in Haftung genommen, das ersehnte Glück zu garantieren? Nach der Tao Lehre müssen wir alle zuerst einüben, allein glücklich zu sein. Nur dann entsteht die Möglichkeit einer Steigerung von Glück durch die Partnerschaft.

Nichtbeachtung dieser Regel hat ihre Folgen. Junges Mädchen sucht ihr Glück in der Beziehung. Nach einiger Zeit möchte sie mal wieder allein sein, weil die Kontrolle und Schuldzuweisungen des Partners sie stören. Die Beziehung geht möglicherweise zu Ende, sie genießt wieder die Einsamkeit und kumuliert ihre Liebe für die neue Partnerschaft. Paradoxerweise findet sie aber bei ihrem neuen Partner die Schwächen des ersten plus seine eigenen.
Als Ergebnis hat sich zu ihrem vierzigsten Lebensjahr ein „Gepäck“ der Ansprüche an Männer angesammelt. Kann man über Glück in dieser Situation diskutieren? Das Traurigste dabei ist, das diese Frau nicht frühgenug verstanden hat, dass Liebe und Einsamkeit die Seiten einer und derselben Medaille sind wie Ein- und Ausatmen.
Einer der Gründe für die ständigen Auseinandersetzungen bei Paaren ist, dass wir uns gegenseitig nicht allein sein lassen, um die vorhandene Liebe zu kumulieren um die dem Partner aufs Neue geben zu können. Wir wollen, dass der Partner die ganze Zeit nur ausatmet und nie einatmet, dass er ununterbrochen uns die Liebe spendet.
Fazit/Frage. Der Sinn der Geschichte ist einfach: lernen, allein glücklich zu sein. Eine glückliche Beziehung wird dann eine natürliche Folge sein. Hier arbeitet das Gesetz der gleichen Frequenz. Sie werden zu dem gleichen Partner wie Sie angezogen, der auch weiß, wie glücklich man allein sein kann.
In einer solchen Beziehung gibt es keinen Platz für Schuldzuweisungen und Abmachungen, sondern besteht die Möglichkeit zusammen zu wachsen und besser zu werden.
In einer erwachsenen Form von Beziehung stehen das Nehmen und Geben in einer gesunden Balance. Wenn aber erwachsene Menschen frühkindliche Muster leben, können sie weniger geben als nehmen und die Balance von Freiheit und Bezogenheit ist gestört. Dann haben wir entweder das Gefühl, unseren Partner konstant zu verlieren, und trauen uns nicht, uns weiterzuentwickeln. Oder wir haben die ganze Zeit Angst, unsere Freiheit zu verlieren, und lassen uns deswegen nicht ganz ein.

Schiffe sind verschieden…

Ein weiterer Grund, warum es schwierig ist, den richtigen Partner zu finden, ist die Tatsache, dass wir alle unterschiedlich sind.
Mit verschiedenen Partnern entwickeln sich unterschiedliche Beziehungsarten. Das Zusammenwirken von zwei Partnern, hier geht es nicht nur um die Liebesbeziehung, bildet, so zu sagen, ein drittes Etwas. Sie kennen das bereits mit Sicherheit, dass mit einer Freundin Sie offener sind als mit der anderen? So ähnlich ist es mit Partnern, jeder wird Sie auf seiner eigenen Weise beeinflussen. Hier ist es wichtig, niemals zu vergessen, welche Beziehung ICH aufbauen will.
Dieses Beispiel verwende ich oft zum besseren Verständnis:
Am Pier sind verschiedene Schiffe angelegt, welche für die lange Reise, den Fischfang oder Kreuzfahrten bestimmt sind…
Auf jedem Schiff gibt es Schiffskapitäne und es ist gut, wenn jeder Kapitän weiß, was für ein Schiff er hat und wohin er ihn führen soll…
Fazit/Frage: Es ist gar nicht schwierig, dass zu erfahren. Fragen Sie Ihren Partner, was seine Absichten und Lebensziele sind, wohin er sein Schiff führt.
Wo keine Ziele da sind, gibt es auch kein Wind im Segel…

Viel Erfolg auf der Reise zu Ihrer Innenwelt!